Energiespar-Tipps von Ihrer SVO

Jede Kilowattstunde zählt

Die Energiekrise betrifft uns alle. Egal, ob beim Gas fürs Heizen oder beim Strom für unsere elektrischen Geräte, wir stehen vor großen Herausforderungen und müssen so viel Energie wie möglich sparen. Gemeinsam können wir die Auswirkungen der Krise meistern, wenn jeder von uns seinen Teil dazu beiträgt, geht vieles. 

Durch energiebewusstes Handeln lässt sich viel Geld sparen, um wenigstens einen Teil der steigenden Energiekosten abzufangen. Laut Statistischen Bundesamtes verbraucht jeder Haushalt im Schnitt 17.678 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Davon entfallen rund 73 Prozent auf das Heizen. Wenn wir alle die Temperatur in unseren Räumen absenken, hilft das schon: 19 bis 20 Grad Celsius Temperatur im Wohnbereich müssen jetzt reichen. In der Küche kommt man laut Umweltbundesamt mit 18 Grad, im Schlafzimmer mit 17 bis 18 Grad Celsius aus. Vielleicht können wir allein dadurch gemeinsam verhindern, dass es zu einem Mangel an Strom und Gas kommt, der eine Vielzahl von weiteren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen mit sich brächte. 

Energiesparen fängt im Alltag an, beim Kochen, Duschen, Heizen oder Lüften. Einige Tipps dazu:


 

Heizen & Lüften
 

Tipp 1 Heizung warten lassen

Wer im Sommer noch schnell seine Heizung warten lässt, kann im Winter bis zu 10 Prozent Energie einsparen. Allein durch abgelagerten Ruß verbraucht eine Heizung rund fünf Prozent mehr Energie, die man durch die Reinigung des Kessels schnell einsparen kann. Außerdem werden bei der Heizungswartung sämtliche Verschleißteile überprüft. Ob Filter, Einspritzdüsen oder Elektroden – wenn alles richtig läuft, spart man weitere fünf Prozent ein. Zuständig für die Wartung ist der Heizungsfachmann. Er hat alle erforderlichen Prüf- und Messgeräte, um Einstellungen zum Energiesparen zu optimieren und ggf. auch gleich die Temperaturen fürs Heizen und Warmwasser zu regulieren! Eine Liste mit Fachleuten im Gebiet der SVO finden Sie hier:SVO Netze: Installateurssuche (celle-uelzennetz.de)

Tipp 2: Vorhang zu!

Wenn Sie nachts Ihre Rollläden schließen, kann der Wärmeverlust durch ein Fenster deutlich verringert werden. Zwischen Fenster und Außenrollo entsteht eine Isolationsschicht, die Energie-Einsparungen bis zu 20 Prozent bringen kann. Auch geschlossene Vorhänge im Inneren können dazu beitragen, die Heizkosten zu minimieren. Achten Sie aber darauf, die Heizkörper nicht hinter Vorhängen zu verstecken oder durch Möbelstücke zuzustellen. Denn die erwärmte Luft soll sich ja im Raum verteilen können!
 

Tipp 3: Nachtabsenkung – Gut für gesunden Schlaf und den Geldbeutel

Es gibt verschiedene Möglichkeiten bei der heimischen Heizung Energie zu sparen. Einige Einstellungen dafür können direkt an der Therme oder der zentralen Heizungssteuerung vorgenommen werden. Zu diesen Dingen zählt zuallererst die Nachtabsenkung. Diese Einstellung bewirkt, dass nach einem festen Zeitplan zur Nacht die Temperatur um einige Grad verringert wird. Morgens zum Aufstehen läuft die Heizung dann wieder im Normalbetrieb und heizt die Räume bis zur programmierten Wunschtemperatur auf. Senken Sie die Raumtemperatur nachts auf 17 bis 18 Grad Celsius ab. Kälter sollte es nicht werden, da sonst das Risiko für Schimmelbildung steigt.

Tipp 4: Thermostate richtig einstellen – Technik kann helfen

Dafür, dass es in Ihren Räumen immer gleichmäßig warm bleibt, sorgen die Thermostate an Ihren Heizkörpern. Die Ventile halten die Temperatur im Raum konstant. Steigt die Temperatur durch Sonneneinstrahlung oder andere Einflüsse, regelt der Thermostat die Wärmezufuhr und die Heizung wird weniger warm. Die meisten Thermostate haben eine Skala von 1 bis 5 oder 1 bis 6. Die 3 soll für eine Raumtemperatur von rund 20 Grad sorgen. Stellen Sie Ihre Heizung also diesen Winter auf unter 3, und helfen Sie beim Sparen von Gas. Wer seine Thermostate gegen aktuelle Modelle tauscht, kann nochmal ein paar Prozent sparen. 
Elektronische Thermostate helfen Ihnen dabei noch genauer festzulegen, wann es warm werden soll. Sie lassen sich über Apps oder Digitaldisplays steuern. Ähnlich wie bei der Nachtabsenkung können Sie hier programmieren, wann Sie mehr Wärme im Raum brauchen. Kombiniert mit einem smarten Fenstersensor, schaltet sich ein Heizkörper dann automatisch ab, wenn gelüftet wird oder eine Tür offensteht. So lassen sich nochmals gut zehn Prozent Energie sparen. 

Tipp 5: Haus lüften – Heizung entlüften

Auch und gerade während der Heizmonate sollten Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus regelmäßig lüften. Hierbei geht zwar etwas Wärme verloren, das Raumklima verbessert sich allerdings deutlich. Die Luftfeuchtigkeit sinkt, Gerüche werden hinausgeweht und die Räume werden mit frischem Sauerstoff geflutet. Anstatt aber im Schlafzimmer oder in der Küche dauerhaft ein Fenster auf Kippstellung zu lassen, ist es sinnvoller, mehrmals am Tag für einige Minuten alle Fenster und Türen weit zu öffnen. So findet ein zügiger Luftaustausch statt. Lässt man ein Fenster längere Zeit auf Kipp, erhöht sich die Gefahr von Schimmelbildung. 
An anderer Stelle ist frische Luft fehl am Platz – in der Heizung. Ihre Heizung gluckert oder wird nicht mehr gleichmäßig warm? Dann ist Luft im Heizkörper. Das ist nicht nur störend, sondern verhindert auch den energieeffizienten Betrieb. Mit einem kleinen Schlüssel oder einer Zange können Sie ihre Heizkörper entlüften.
 

Warmes Wasser
 

Tipp 1: Mit Duschen Wasser sparen

Duschen verbraucht deutlich weniger Wasser als Baden. Pro Bad müssen durchschnittlich 150 Liter Wasser erwärmt werden. Eckbadewannen haben manchmal sogar ein Fassungsvermögen von bis zu 300 Litern. Bei einer Dusche (ca. 6 min Duschzeit) verbrauchen Sie nur etwa 80 Liter Wasser. Das bedeutet im Klartext: Sie verbrauchen 70 Liter weniger warmes Wasser. Wenn Sie vorher einmal pro Woche gebadet haben, dann sind das schon 3.640 Liter im Jahr, die Sie einsparen. 

Tipp 2: Runter mit der Temperatur, rauf mit der Einsparung

Manche mögen's kalt, und eine kalte Dusche regt den Kreislauf an. Versuchen Sie doch mal, Ihre eigentliche Wohlfühltemperatur zu verringern. Es muss ja nicht gleich die Eisdusche werden, aber: Wer bisher bei 40 °C geduscht hat, sollte es im Interesse des Energiesparens einfach mal mit 35 °C oder 39 °C versuchen. Jedes Grad weniger macht sich deutlich beim Gasverbrauch bemerkbar. Wer seine Duschtemperatur von 45 °C auf 35 °C herunterregelt, kann gut 10 Prozent Energie sparen. Bei täglichem Duschen ein echter Spareffekt.

Tipp 3: Kosten senken mit dem Sparduschkopf

Durch einen normalen Duschkopf rinnen 12 bis 15 Liter Wasser pro Minute, mit einem handelsüblichen Sparduschkopf sind es nur 6 bis 7 Liter. Also gut die Hälfte weniger! Überraschend dabei: Der wassersparende Duschkopf vermittelt einem das Gefühl von mehr Wasservolumen, obwohl die Wassertropfen deutlich kleiner sind. Das liegt an der Technik: Der Sparduschkopf arbeitet mit mehreren Düsen, durch die das Wasser geleitet, beschleunigt und fein verteilt wird. Das führt sogar zu einem leichten Massageeffekt beim Duschen. Aber bitte nicht zu lange! 

Wer seinen alten Duschkopf nicht austauschen möchte, bekommt im Baumarkt für wenig Geld Durchflussbegrenzer. Die kann man übrigens auch am Waschbecken und in der Küche anbringen.

Tipp 4: Duschdauer reduzieren

Wissen Sie, wie lange Sie unter der Dusche stehen? Hier zählt jede Minute, um warmes Wasser und somit jede Menge Gas zu sparen. Je kürzer Sie duschen, umso weniger Wasser muss erhitzt werden. Inzwischen gibt es kleine Duschuhren, die Sie direkt in der Dusche befestigen können. Versuchen Sie doch mal, beim Einseifen das Wasser auszustellen. Damit verlängern Sie Ihre persönliche Duschzeit, ohne mehr Wasser zu verbrauchen.
Auch beim Händewaschen können Sie Energie sparen. Reduzieren Sie die Temperatur und wenn Sie eine Hebelarmatur haben, stellen Sie auch hier das Wasser beim Einseifen aus.

Tipp 5: Sparen Regenduschen Energie?

Um es deutlich zu sagen: Regenduschen sind reiner Luxus. Was sich unter der Dusche wie Seide auf der Haut anfühlt, schmerzt schnell, wenn es an die Gasrechnung geht.  Aus den großen Regenduschen laufen bis zu 30 Liter warmes Wasser pro Minute. Herkömmliche Duschköpfe kommen mit weniger als der Hälfte aus. Zum Energiesparen lohnt diese Art des Duschens also nicht. Viele Regenduschen haben aber einen zusätzlichen Schlauch mit einer Handbrause. Damit lässt sich der Verbrauch im Zaum halten.   

Energieeffiziente Geräte
 

Tipp 1: Heizdecke statt Heizlüfter

Vorsicht bei Heizlüftern! Die meisten Geräte sind richtige Energiefresser. Achten Sie beim Kauf darauf, wie viel Watt ein Gerät pro Stunde verbraucht. 1 Kilowattstunde oder kurz kWh ist die Energie, die ein Gerät mit einer Leistung 1000 Watt in einer Stunde verbraucht. Läuft ein Lüfter mit 2.000 Watt täglich fünf Stunden, kommen so schnell mal 10 Kilowattstunden Stromverbrauch am Tag zusammen. Auf rund 90 Wintertage sind das 900 kWh, die bei der aktuellen Entwicklung der Preise richtig ins Geld gehen können.
Eine deutlich günstigere Alternative bietet die Heizdecke, um im Winter auf dem Sofa oder unter der Bettdecke nicht zu frieren. Bei einer Maximalleistung von 100 Watt mit 5 Stunden Laufzeit verbraucht die Decke nur 0,5 Kilowattstunden im gleichen Zeitraum. Und man hat es trotzdem kuschelig. So haben Sie die Wärme immer punktuell genau dort, wo sie benötigt wird.

Tipp 2: Augen auf beim Fernseher-Kauf

Steht in Ihrem Wohnzimmer noch ein alter Röhrenfernseher? Dann beherbergen Sie einen echten Stromfresser! Aber auch bei Flachbildfernsehern gibt es große Unterschiede beim Energieverbrauch. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Energieeffizienzklasse sowie die Angabe zum jährlichen Stromverbrauch.
Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm und je umfangreicher die Ausstattung, desto mehr Strom benötigt der Fernseher. Ineffiziente Großbildfernseher mit Bildschirmdiagonalen von über einem Meter verbrauchen übers Jahr häufig mehr Strom als ein Kühlschrank. Daher ist besonders bei großen Geräten die Energieeffizienzklasse wichtig, wenn Sie Ihren Stromverbrauch reduzieren möchten. Noch genauer ist der Vergleich des jährlichen Stromverbrauchs.
Bei Bilddiagonalen ab 120 cm sollten Sie einen Fernseher der besten erhältlichen Energieeffizienzklasse wählen. Außerdem gilt: Plasma-Bildschirme haben einen höheren Verbrauch als Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. 

Tipp 3: Stromfresser ade – Stand-by abschalten

Hier 0,1 Watt, dort 3 Watt, beim Fernseher nochmal 1 Watt – die Zahl der Stand-By-Verbraucher in Ihrem Haus ist vielleicht höher, als Sie glauben. Gleiches gilt auch für Verbrauch und Kosten dieser Geräte. Egal ob Drucker, TV, WLAN-Lautsprecher oder Kaffeevollautomat, ist der Stecker in der Steckdose bzw. ein Gerät im Stand-by-Betrieb, wird Strom verbraucht. Dieser kann nach Angaben vom Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. in einem 3-Personen-Haushalt (abhängig von Anzahl und Gerätetyp) bis zu 20 % der Stromkosten ausmachen. 
Ein Mehrfachstecker mit Schalter kann dabei helfen, Stereoanlage, Fernseher, Receiver und weitere Geräte im Wohnzimmer komplett abzuschalten, wenn Sie sie nicht benötigen. Während der Arbeitszeiten, im Urlaub oder nachts. Das spart viel Strom und damit viel Geld. Außerdem halten die Geräte deutlich länger durch.

Tipp 4: Laptop statt Rechner

Wussten Sie, dass ein Laptop wesentlich weniger Energie verbraucht als ein PC? Ein Multimedia-PC verbraucht im normalen Betrieb 75 Watt und mehr, ein Laptop mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung kommt hingegen mit nur 30 Watt aus. Es ist also gut für den Geldbeutel, wenn Sie auf einen praktischen Laptop umsteigen. Ein Tablet oder Handy verbraucht noch weniger Strom: Die Stromkosten für neue Geräte belaufen sich auf wenige Euro pro Jahr. 

Tipp 5: Balkon-Kraftwerke – So kommt der Strom ins Netz

Sie zählen zu den Glücklichen, die noch ein kleines Solarpanel für den Balkon ergattert haben? Glückwunsch. Doch wie geht es jetzt weiter? 
Es gibt auch bei diesen vergleichsweise kleinen Kraftwerken ein paar Regeln zu beachten. Eine passende Energiesteckdose muss her. Außerdem muss ein Stromzähler mit Rücklaufsperre vorhanden sein. Die Celle-Uelzen-Netz hilft gern beim Wechsel auf den passenden Zähler. Auch aus rechtlicher Sicht gibt es ein paar Dinge, die Sie vor der Inbetriebnahme Ihrer Anlage erledigen müssen. Alle Infos zum Thema Installation, Anmeldung und Betrieb einer so genannten Plug-in-PV-Anlage finden Sie auf der Internetseite der Celle-Uelzen Netz GmbH.
 

Licht & Co
 

Tipp 1: Der Glühbirnen-Check

Geht Ihnen ein Licht auf? Dann hoffentlich mit den richtigen Lampen! Welche Lichtquellen haben Sie und was sind dort für Birnen drin? Haben Sie Lampen, die gleich mehrere Birnen benötigen? Kann man vielleicht auf einige Birnen verzichten? Was haben Sie für Spots an und in der Decke? Mit der richtigen Beleuchtung können Sie auch hier jede Menge Strom sparen. Da zählt jede Steh-, Lese- und Schreibtischlampe! Sie werden erstaunt sein, wie viele Glühbirnen sich in Ihrem Haushalt verstecken! 

Tipp 2: LED-Lampen statt Halogen

Auch wenn sie langsam seltener werden und in der EU seit Jahre nicht mehr hergestellt werden, es gibt sie noch, die alten Glühbirnen mit Draht und einer relativ geringen Haltbarkeit. Der Umstieg von Glühlampen oder Halogen-Leuchten auf energiesparende LED-Lampen oder Energiesparbirnen ist schnell erledigt und bietet große Sparpotenziale. 
Ein Beispiel: Ersetzen Sie 10 herkömmliche 60-Watt-Birnen durch LED-Lampen, sparen Sie im Jahr rund 500 kWh. Auch lohnt sich der Tausch der in die Jahre gekommenen Energiesparlampen gegen moderne LEDs. Hier sind nochmal ein paar Euro jedes Jahr drin. Achtung: Anders als defekte LED-Birnen müssen die Energiesparlampen als Sondermüll entsorgt werden, weil sie Quecksilber enthalten.

Tipp 3: Licht aus, Bewegungsmelder an

Da hat doch schon wieder jemand vergessen, im Bad das Licht auszumachen?! Mit einem Bewegungsmelder kann das nicht mehr passieren. Damit wird das Licht nur bei Bedarf eingeschaltet wird. Und es schaltet sich nach kurzer Zeit automatisch wieder aus. Das funktioniert prima in Fluren und Räumen, die nicht ständig benutzt werden wie Keller oder Abstellkammern. Der eigentliche Bewegungsmelder benötigt im Jahr rund 9 kWh,  spart aber  87 % der Stromkosten für die Flurbeleuchtung ein. Das rechnet sich! 

Tipp 4: Stromfalle Kinderzimmer

Brauchen Sie die Heizlampe über dem Wickeltisch wirklich? Sie birgt bei unsachgemäßer Handhabung nicht nur die Gefahr von Verbrennungen und Brandgefahren, sondern zieht vor allem richtig viel Strom. Je nach Hersteller verbrauchen die kleinen Stromheizungen zwischen 300W und 600W. Alternativ könnte auch hier eine kleine Heizdecke unter dem Wickelhandtuch für wohlige Wärme von unten sorgen. 

Tipp 5: Außenbeleuchtung jetzt mit Solar

Es sieht schon schön aus, wenn der Garten oder der Balkon festlich illuminiert sind. Inzwischen gibt es so schöne Lichtquellen, die mit Solar betrieben werden, da lohnt sich das Abschalten vom Stromnetz und man spart sich das Verlegen langer Verlängerungskabel durch den Garten oder am Balkon entlang.

Im Haushalt
 

Tipp 1: Wäsche anders waschen

Waschen ohne Vorwäsche und Waschen bei 30° C – selbst das spart schon jede Menge Energie. Nutzen Sie auch die Energiespartaste ihrer Geräte. Das dauert zwar länger, spart aber dennoch Energie. Am meisten Energie wird vor allem beim Schleudern verbraucht. Im Energiesparmodus wird die Drehzahl verringert. Das können Sie bei Ihrer Maschine aber auch manuell einstellen. Einfach mal Testen, runter von den 1400 Umdrehungen pro Minute auf 800 -  Spart bares Geld! In den Trockner sollte die Wäsche dann nicht. Besser draußen aufhängen und an der frischen Luft trocknen lassen.

Tipp 2: Teller leer – Ab in die Maschine damit

Eine Studie der Universität Bonn hat bestätigt, was sich als Gerücht schon lange hält – der Einsatz der Spülmaschine ist energieschonender, als der Handabwasch! Das gilt allerdings nur dann, wenn die Spülmaschine voll beladen ist. Mehr kann noch gespart werden, wenn das Geschirr nur leicht verschmutzt ist – dann lohnt sich der Einsatz eines Programms mit niedriger Temperatur. 
Zum Vergleich: In der Studie sollten 140 Teller, Tassen, Gläser und Besteckteile gespült werden. Durchschnittlicher Wasserverbrauch beim Handabwasch: 46 Liter, das entspricht etwa zwei Abwaschbecken voll Wasser. Die Spülmaschine schafft diese Menge Geschirr mit 15 Litern. Also: Spülmaschine richtig beladen und dann laufen lassen, spart Zeit und Geld.

Tipp 3: Heute bleibt der Trockner aus!

Nutzen Sie die Sonne, um Ihre Wäsche zu trocknen. Einen kostengünstigeren Energielieferanten werden Sie dafür kaum finden. Wäschetrockner sind zwar schneller und machen auch die Wäsche weicher, aber sie verschlingen viel Strom. Deshalb achten Sie beim Kauf auf die höchste Effizienzklasse und machen Sie die Maschine voll mit vorher gut geschleuderter Wäsche. Wäschetrockner mit einer Wärmepumpen-Technologie brauchen übrigens nur halb so viel Energie wie herkömmliche Trockner.

Tipp 4: Energiemesser gegen Energiefresser

Sie können sich einen guten Überblick über den Strombedarf Ihrer Haushaltsgeräte verschaffen, indem Sie ein Energiekosten-Messgerät einsetzen. Klingt kompliziert – ist es aber nicht. Die kleinen Geräte werden einfach in die Steckdose gesteckt, in die Geräte kommt dann der Stecker ihrer Mikrowelle, Stereoanlage oder des Toasters. Sobald Strom fließt, misst das Gerät den Verbrauch. Günstige Geräte gibt es im Handel bereits um 10 Euro herum. Die etwas teureren können neben dem Verbrauch auch direkt die entstehenden Kosten ausrechnen. Eine sehr lohnende Investition, wenn man den versteckten Stromfressern auf die Schliche kommen will.

Tipp 5: Es zieht – besser nicht mehr

Ist bei Ihnen alles dicht? Zieht es durch die Fenster? Schließen Ihre Türen bündig? Und haben Sie eine Luke zum Dachboden? Machen Sie den Test und überprüfen Sie, ob sich an einigen Stellen Dreck angesammelt hat oder ob sich die Gardine bewegt. Eine weitere Möglichkeit ist der Papiertest: Öffnen Sie das Fenster, legen Sie ein Blatt auf den unteren Rahmen und schließen Sie das Fenster wieder. Lässt sich das Papier ohne Mühen herausziehen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch warme Luft entweichen und kalte Luft hereinkommen kann. Das sind alles Zeichen dafür, dass Ihre Fenster nicht richtig eingestellt sind. Im Internet gibt es hilfreiche Videos, wie man selber mit einfachen Mitteln nachjustieren kann. Das gilt übrigens auch für Türen. Kennen Sie noch die alten selbstgestrickten Wollschlangen, die man früher an die Zimmertür gelegt hat? Das geht heute einfacher. In jedem Baumarkt bekommen Sie Schienen, mit denen Sie Ihre Tür untenrum abdichten können. 
Ist ein Dachboden nicht richtig gedämmt, zieht Ihnen die Dachluke wie bei einem Schornstein die Wärme nach oben. Hier also die Luke abdichten und wenn es geht, den Dachboden mit Wärmedämmplatten auslegen. Das dämmt zumindest ein bisschen und verhindert, dass Ihnen die wenige Wärme auch noch entzogen wird.

In der Küche
 

Tipp 1: Wasser kochen mit dem Wasserkocher

Wasser im Wasserkocher zu erhitzen, ist effizienter als dafür den Elektroherd einzuschalten. Es geht meist schneller und es wird weniger Abwärme freigesetzt. Achten Sie dabei auf die Füllmenge und kochen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen! Sie sparen hierbei rund ein Drittel der Energie. Auch beim Kochen von Nudeln oder einer Suppe sparen Sie Energie, wenn Sie zumindest einen Teil des Wassers im Wasserkocher erhitzen und dann im Topf nachkochen. Auf ein ganzes Jahr gerechnet kommen durch diese Einsparungen einige Euros zusammen. 

Tipp 2: Ohne Vorheizen backen – dafür mit Deckel kochen

Den Ofen für die Pizza, den Auflauf oder den Kuchen vorheizen? Das ist jetzt Geschichte. Lieber die Gerichte ein paar Minuten länger im Ofen lassen als 15 Minuten Energie verschwenden. Wer es richtig gut machen will, schaltet den Ofen sogar früher aus und nutzt die Restwärme zum Fertigbacken. Was nicht in den Ofen kommt, wird im Topf gegart – aber bitte mit Deckel! Es muss schon der richtige sein, der genau abschließt, damit keine Energie mehr entweichen kann. Achten Sie auch darauf, dass Sie je nach Topfgröße die richtige Herdplatte nehmen. Oft reicht schon eine kleinere Platte aus, um auch hier Energie zu sparen.

Tipp 3: Eiskalt abtauen

Der Kühlschrank ist vereist und im Keller steht ein alter Kühlschrank, der eigentlich nur läuft, um ein paar Getränke zu kühlen. Das muss jetzt nicht mehr sein. Achten Sie mal darauf, welche Energieeffizienzklasse der alte Kellerkühlschrank hat. Und dann ziehen Sie am besten gleich den Stecker. Das kann bis zu 580 Kilowattstunden im Jahr sparen. Im März 2021 hat sich die Einteilung der Klassen für die Energielabels geändert. Seitdem gibt es für Kühlschränke nur noch die Klassen A bis G, statt A+++ bis D. Was früher Klasse A+++ war, ist jetzt in den Klassen C bis E nur noch Mittelmaß. 
Da Kühl- und Gefrierschränke ununterbrochen laufen, können diese Geräte im schlimmsten Fall sogar ein Viertel Ihres Stromverbrauches ausmachen. Da lohnt sich das regelmäßige Abtauen, denn schon eine Vereisung von 5 mm erhöht den Stromverbrauch des Kühlschrankes um etwa 30 Prozent. Wenn Sie den Kühlschrank im Winter abtauen, können Sie die kühlen Temperaturen zum Frischhalten nutzen. Damit nicht mehr so schnell eine Eisschicht entsteht, verpacken Sie Ihre Lebensmittel. So wird weniger Feuchtigkeit abgegeben.

Tipp 4: Tür zu!

Vorbei sind die Zeiten, in denen man ausführlich jedes Teil im Kühlschrank begutachtet hat. Wer seinen Kühlschrank aufräumt und genau weiß, wo was liegt, der kann die Tür auch schneller wieder schließen. Das spart zwar nur wenige Euro im Jahr, aber jede Maßnahme zählt! Übrigens: Je voller ein Kühlschrank ist, desto weniger Kühlleistung muss das Gerät nach einer Öffnung erbringen.

Tipp 5: Mikrowelle statt Herd

Im eigentlichen Betrieb verbrauchen auch Mikrowellen relativ viel Energie. Dafür lassen sie Speisen umso schneller zubereiten, denn: anders als bei einem Herd, wird in der Mikrowelle das Essen direkt erhitzt. Mikrowellen erhitzen die Wassermoleküle in den Speisen und heizen damit das Gericht auf. Beim Herd wird unter hohem Energieaufwand zunächst die Platte erhitzt. Diese gibt einen Teil der Wärme an den Topf ab, dieser wiederum an das Essen. Das dauert länger und ist nicht halb so effektiv. Fazit: vor allem bei Essen, das vorbereitet ist oder nur nochmal aufgewärmt werden muss, lohnt sich der Einsatz der Mikrowelle.

Und sonst so?
 

Tipp 1: Gartenarbeit hält wieder fit

Mähroboter, elektrische Heckenscheren, Laubbläser und andere Geräte mit Stecker sollten ab sofort in den Urlaub geschickt werden. Auch, wenn diese technischen Errungenschaften echte Helfer sind, werden sie größtenteils mit Strom bzw. Benzin betrieben. Beim Rasenroboter hält sich der Stromverbrauch zwar in Grenzen, dennoch verbrauchen effiziente Geräte mit 20 bis 25 Watt Motorleistung rund sechs bis acht Kilowattstunden Strom pro Monat. Addiert man den Verbrauch aller Gartengeräte zusammen, kommt übers Jahr verteilt doch so einiges zusammen. Jetzt ist also wieder echte Muskelkraft gefragt.
Weitere Stromfresser im Garten sind Heizstrahler, Pumpen, Wasserspiele und Elektrogrills. Wer hier Energie sparen will, sollte überlegen, auf was man verzichten kann. Und abends, statt den Heizpilz anzuwerfen, lieber einen dicken Pulli und eine Kuscheldecke mit rausnehmen. Statt des Elektro- oder Gasgrills kommt jetzt der gute alte Holzkohlegrill wieder zum Einsatz, am besten mit FSC-Holzkohle, um auch hier die Umwelt zu schonen.
 

Tipp 2: Sauna und Schwimmbäder machen Pause

So schön das Schwitzen in der eigenen Sauna auch ist – selbst Spa- und Sportstudios haben bereits einen Teil ihrer Saunalandschaft geschlossen, weil die Sauna ein echter Energie-Pirat ist. Der Stromverbrauch eines Sauna-Abends zu Hause liegt im Durchschnitt bei 6 bis 8 kWh. Das entspricht etwa 300 bis 400 Stunden Arbeit am Laptop.
Beim heimischen Schwimmbad ist es nicht anders. Hier lohnt es sich – wie bei der Heizung, die Technik überprüfen zu lassen und energieoptimiert einstellen zu lassen. Je erfrischender das Wasser, desto mehr Energie kann gespart werden!

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