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Strom · 02.04.2026

Ökostrom erklärt: Was ist grüner Strom und wie entsteht er?

Michelle Voigt
Redaktion Energie & Alltag
Blühstrom Zertifizierung mit Bild vom Blumenfeld.
© SVO

Mehr Klimaschutz, weniger Abhängigkeit von Kohle und Gas: Immer mehr Haushalte in Celle und Umgebung wechseln zu Ökostrom. 2025 stammten bereits 56 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien – Tendenz weiter steigend. Doch was genau ist Ökostrom? Und woran erkennen Sie echten grünen Strom?

Was ist Ökostrom?

Ökostrom ist Strom, der bilanziell vollständig oder überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse stammt. Für Sie als Kundin oder Kunde bedeutet ein echter Ökostromtarif drei konkrete Vorteile:

  1. Deutlich weniger CO₂-Emissionen – und damit aktiver Klimaschutz.

  2. Förderung des Ausbaus erneuerbarer Anlagen – über das gesetzliche Minimum hinaus.

  3. Mehr Unabhängigkeit von fossilen Importen und deren Preisschwankungen.

Ökostrom ist damit nicht nur gut fürs Gewissen. Er kann langfristig dazu beitragen, das Stromsystem kostengünstiger und stabiler zu machen, denn erneuerbare Energien werden immer günstiger.

Wie wird grüner Strom erzeugt? Quellen im Überblick

Die erneuerbaren Energien sind ein bunter Mix verschiedener Technologien, jede mit eigenen Stärken:

Solarenergie: Photovoltaik als wichtigste Ökostromquelle

  • Photovoltaik nutzt das Sonnenlicht direkt: Solarzellen auf Dächern und Freiflächen erzeugen tagsüber Strom ohne Emissionen und ohne bewegliche Teile. Mit rund 17 Prozent Anteil ist sie 2025 die zweitgrößte erneuerbare Quelle im deutschen Strommix.

Windkraft: Der Hauptpfeiler der Energiewende

  • Windräder an Land und auf See wandeln Bewegungsenergie in Strom um. 2025 lieferte die Windenergie rund 32 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs und ist damit die wichtigste Säule der deutschen Stromversorgung.

Wasserkraft und Biomasse: Planbare Ergänzung

  • Wasserkraft zählt zu den ältesten erneuerbaren Energieformen und liefert zuverlässig planbaren Strom, vor allem aus alpinen Regionen und Skandinavien.

  • Biomasse – etwa aus Holz, Biogas oder Pflanzenresten – kann auch dann Strom liefern, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Sie gilt als regelbare Ergänzung im Energiesystem.

Wie kommt Ökostrom zu mir nach Hause?

Physikalisch gibt es nur einen „Stromsee“: Alle Kraftwerke speisen in das Stromnetz ein, alle Haushalte entnehmen daraus Strom. Auch wenn Ihr Tarif auf norwegischer Wasserkraft basiert, kommen bei Ihnen zu Hause keine einzelnen „norwegischen Elektronen“ an. Sie nutzen immer den gemeinsamen Mix.

Entscheidend ist daher nicht, welcher Strom konkret aus Ihrer Steckdose kommt, sondern:

  • Welche Kraftwerke im Hintergrund für Ihren Verbrauch eingesetzt und finanziert werden.

  • Ob Sie mit Ihrem Ökostromtarif den Ausbau erneuerbarer Anlagen aktiv unterstützen.

Ein echter Ökostromtarif sorgt dafür, dass im europäischen Stromsystem genau so viel Strom aus erneuerbaren Anlagen erzeugt wird, wie Sie verbrauchen – dokumentiert durch Herkunftsnachweise.

Was ist echter Ökostrom?

Hier lohnt sich ein genauerer Blick, denn nicht jeder grüne Tarif ist gleich:

Herkunftsnachweise – die Basis

Herkunftsnachweise werden im Register des Umweltbundesamts geführt und belegen, dass eine bestimmte Strommenge zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer erneuerbaren Anlage erzeugt wurde. Doch: Sie sagen nicht zwingend aus, ob dadurch neue Anlagen gebaut oder besondere Projekte gefördert werden.

Standard-Ökostromtarife arbeiten oft mit solchen Herkunftsnachweisen – häufig aus älteren Wasserkraftwerken im Ausland. Der Tarif ist formal 100 Prozent Ökostrom, fördert den Ausbau aber nicht unbedingt über das gesetzliche Minimum hinaus.

Zertifizierter Ökostrom – was steckt dahinter?

Ökostrom mit Gütesiegel geht weiter. Siegel wie ok-power oder das Grüne Strom Label stellen strengere Anforderungen:

  • 100 Prozent erneuerbare Erzeugung.

  • Keine Beteiligung an Atom- oder neuen Kohlekraftwerken.

  • Verbindliche Investitionen in neue Anlagen oder Energiewende-Projekte.

Echter Ökostrom verbindet:

  • 100 Prozent erneuerbare Erzeugung

  • Transparente Herkunftsnachweise

  • Zusätzliche Investitionen in die Energiewende

Ökostrom ist preiswerter

Eine Analyse des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zeigt: PV‑Freiflächen und Windräder an Land erzeugen Strom oft für unter zehn Cent pro kWh, während neue Kohle- und Gaskraftwerke je nach Technologie eher im Bereich 15 bis knapp 30 Cent pro kWh liegen; Kernkraftwerke erreichen in der Auswertung sogar Werte bis fast 50 Cent pro kWh.

Eigenen Ökostrom erzeugen: Photovoltaik als Lösung

Neben einem Ökostromtarif gibt es eine noch direktere Möglichkeit: den Strom selbst erzeugen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach macht Sie unabhängiger vom allgemeinen Strompreis und liefert sauberen Strom genau dort, wo er verbraucht wird.

So funktioniert’s:

  • Tagsüber deckt die Anlage direkt den Haushaltsbedarf.

  • Überschüsse können ins Netz eingespeist und vergütet werden.

  • Bei Nacht oder Bewölkung sorgt ein passender Ökostromtarif für die grüne Ergänzung.

Beispielrechnung für PV in Celle

Für ein typisches Einfamilienhaus in der Region kann eine 10‑kW‑PV‑Anlage je nach Verbrauch und Eigenverbrauchsquote bis zu rund 70% des jährlichen Strombedarfs decken und über 20 Jahre Einsparungen von deutlich über 10.000 Euro ermöglichen.

Blühstrom der SVO – Ökostrom für Celle und Uelzen

Mit Blühstrom bietet die SVO ein Ökostromprodukt an, das über die reine Herkunft hinausgeht. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus modernen Wasser- und Windkraftwerken in Norwegen und ist nach gängigen Naturstromkriterien zertifiziert.

Das Besondere:
Pro verbrauchter Kilowattstunde fließt 1 Cent netto in Blühflächen und Biodiversitätsprojekte in der Region Celle und Uelzen. So sind bereits rund 80 Hektar neue Blühflächen entstanden – Lebensräume für Insekten, Vögel und viele andere Arten.

Blühstrom verbindet:

  • 100 % zertifizierten Ökostrom

  • Regionalen Mehrwert durch Blühflächen

  • Transparente Herkunftsnachweise

Häufige Fragen zu Ökostrom

Ökostrom stammt bilanziell aus erneuerbaren Energien und fördert aktiv den Ausbau dieser Anlagen. Konventioneller Strom basiert oft auf Kohle, Gas oder Atomkraft.

Herkunftsnachweise belegen die erneuerbare Erzeugung, Zertifikate wie ok-power garantieren zusätzlich Investitionen in neue Anlagen und Projekte.

Ja! Eine PV-Anlage auf dem Dach macht Sie unabhängiger vom Stromnetz und liefert sauberen Strom direkt für Ihren Haushalt.

Der Strom kommt aus dem gemeinsamen Stromsee aller Kraftwerke. Mit einem Ökostromtarif stellen Sie sicher, dass genauso viel erneuerbarer Strom erzeugt wird, wie Sie verbrauchen.

Echter Ökostrom kombiniert 100 % erneuerbare Erzeugung mit transparenten Herkunftsnachweisen und zusätzlichen Investitionen in die Energiewende.

Jetzt zu Ökostrom wechseln oder selbst erzeugen

Ökostrom ist heute günstiger, klimafreundlicher und unabhängiger als konventioneller Strom. Ob Sie auf einen zertifizierten Ökostromtarif wie SVO Blühstrom wechseln oder mit einer Photovoltaikanlage selbst erzeugen – die SVO unterstützt Sie mit Beratung, Förderung und regionalen Lösungen.

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne:
Telefon 05141 219 0677
E-Mail info@svo-electric.de