Sie möchten Ihr Zuhause zuverlässig warm halten und die laufenden Kosten im Blick behalten. Wer über eine Wärmepumpe nachdenkt, fragt deshalb zu Recht: Wie viel Strom braucht sie? Das lässt sich vorab abschätzen. Entscheidend sind der Wärmebedarf Ihres Hauses und die Effizienz der Anlage. Eigener Solarstrom und ein passender Tarif können anschließend die Kosten beeinflussen.
Unsere drei Beispielhäuser benötigen jährlich rund 2.500 bis 7.500 Kilowattstunden Strom für Heizung und Warmwasser. Die Modellrechnungen zeigen mögliche Größenordnungen, keine allgemeingültigen Verbrauchswerte.
Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe berechnen
Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme und Strom, um Heizwärme und Warmwasser bereitzustellen. Wie effizient sie über ein ganzes Jahr arbeitet, beschreibt die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Je höher dieser Wert, desto weniger Strom benötigt sie für dieselbe Wärmemenge. Eine JAZ für ein modernisiertes Einfamilienhaus von 3,5 bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden im Jahresdurchschnitt rechnerisch 3,5 Kilowattstunden Wärme. Die JAZ ist kein garantierter Gerätewert, sondern hängt auch vom Gebäude und Betrieb ab.
Die Rechnung lautet:
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Für eine erste Einschätzung helfen die bisherigen Verbrauchsabrechnungen. Für die Planung betrachtet die SVO-Gruppe zusätzlich Gebäudezustand, Heizflächen und Warmwasserbedarf. Eine Heizlastberechnung ermittelt die benötigte Heizleistung und hilft bei der Dimensionierung. Sie ist jedoch nicht mit dem jährlichen Wärmebedarf gleichzusetzen.
Drei Beispielhäuser im Vergleich
Die Tabelle zeigt Modellrechnungen für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Warmwasser ist enthalten; Wärmebedarf und JAZ sind Annahmen.
Beispielhaus | Wärmebedarf jährlich | Angenommene JAZ | Berechneter Strombedarf |
Neubau mit niedrigem Wärmebedarf | 10.000 kWh | 4,0 | 2.500 kWh |
Modernisiertes Einfamilienhaus | 20.000 kWh | 3,5 | 5.714 kWh |
Bestandsgebäude mit höherem Wärmebedarf | 24.000 kWh | 3,2 | 7.500 kWh |
Die gute Nachricht für Eigentümer älterer Häuser: Eine Wärmepumpe kann auch im Bestand effizient arbeiten. Im Fraunhofer-ISE-Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand“ erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen durchschnittlich eine JAZ von 3,4. Die Werte reichten von 2,6 bis 4,9. Entscheidend war nicht das Gebäudealter allein. Die Ergebnisse unterstreichen den Wert einer passenden Planung, sind aber keine Verbrauchszusage für Ihr Haus.
Was beeinflusst den Stromverbrauch?
Wärmebedarf und Heizwassertemperatur
Dämmung, Fenster und gewünschte Raumtemperaturen beeinflussen, wie viel Wärme Ihr Haus benötigt. Für die Effizienz zählt außerdem die Vorlauftemperatur: die Temperatur des Wassers, das zu den Heizflächen fließt. Je niedriger sie bei ausreichender Raumwärme sein kann, desto günstiger sind die Betriebsbedingungen. Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend erforderlich; auch ausreichend große Heizkörper können passen.
Warmwasser und Heizstab
Duschen, Baden und die Warmwassereinstellungen beeinflussen den Verbrauch ebenfalls. Im Sommer entfällt die Raumheizung; dadurch steigt der Anteil der Warmwasserbereitung am gesamten Stromverbrauch.
Bei niedrigen Außentemperaturen steigt der Wärmebedarf. Der Heizstab kann dann bei Bedarf ergänzend unterstützen. Bei vielen Anlagen ist ein elektrischer Heizstab als Zusatzheizung bereits eingebaut. Er erwärmt Heizungs- oder Speicherwasser direkt und kann bei Bedarf unterstützen. Anders als die Wärmepumpe liefert er aus einer Kilowattstunde Strom ungefähr eine Kilowattstunde Wärme. Häufiger Einsatz erhöht deshalb den Verbrauch. Ob der Heizstab integriert ist und welche Kosten berücksichtigt sind, zeigt Ihr individuelles Anlagenangebot.
Photovoltaik und SVO | cor E: Eigenen Strom besser nutzen
Mit einer Photovoltaikanlage können Sie einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugen und so weniger Strom aus dem Netz beziehen. Der Strombedarf der Wärmepumpe bleibt dabei bestehen; ein Teil wird lediglich vom eigenen Dach statt aus dem Netz gedeckt. Die Fraunhofer-ISE-Studie untersuchte sechs Wärmepumpen-PV-Kombinationen. Darin deckte Solarstrom ohne Batterie 25 bis 40 Prozent des gesamten Gebäudestromverbrauchs, mit Batterie 32 bis 62 Prozent. Die Fraunhofer-ISE-Messwerte gelten für die untersuchten Gebäude insgesamt, nicht allein für die Wärmepumpe. Ihr Ergebnis hängt von Anlage, Speicher und Verbrauchszeiten ab.
Das Energiemanagementsystem SVO | cor E vernetzt PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox. Bei kompatiblen Komponenten kann es die Wärmepumpe vorausschauend einbeziehen, damit verfügbarer Solarstrom gezielter genutzt wird. Mit einem passenden dynamischen Tarif kann es zusätzlich günstige Bezugszeiten berücksichtigen. Ein dynamischer Tarif ist dabei von dem nachfolgend beschriebenen Wärmepumpentarif zu unterscheiden.
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Technik und Nutzung ab. Auch mit Batteriespeicher bleibt im Winter in der Regel Netzstrom erforderlich.
SVO-Wärmepumpenstrom: Was Ihr Verbrauch in Euro bedeutet
Mit SVO Strom | Wärmepumpe bietet SVO besondere Konditionen für getrennt gemessenen Wärmepumpenstrom. Grundlage sind reduzierte Netzentgelte und eine niedrigere Konzessionsabgabe. Voraussetzung sind eine separate Messung und die Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG.
Was das für die Stromrechnung bedeutet, zeigt unser Beispielhaus für ein modernisiertes Einfamilienhaus mit jährlich 5.714 Kilowattstunden Wärmepumpenstrom:
Rechengröße | Betrag |
Arbeitspreis | 22,97 Cent je kWh |
Verbrauchskosten für 5.714 kWh | Rund 1.312,51 Euro jährlich |
Grundpreis: 9,41 Euro monatlich | 112,92 Euro jährlich |
Summe einschließlich Grundpreis | Rund 1.425 Euro jährlich |
Rechnerischer Monatsdurchschnitt | Rund 118 Euro |
Die Rechnung nutzt die veröffentlichten Tarifwerte für das Netzgebiet Celle-Uelzen Netz, Stand 1. Januar 2026. Der Verbrauch ist eine Beispielannahme. Wartung und gegebenenfalls gesonderte Messkosten sind nicht enthalten. Welche Preise und Voraussetzungen für Ihren Standort gelten, zeigt Ihr individuelles Angebot.
Bei vorhandener Photovoltaik sollte zusätzlich geprüft werden, welches Messkonzept eigenen Solarstrom und Wärmepumpentarif sinnvoll verbindet.
Häufige Fragen zum Stromverbrauch
Lassen Sie Ihren Strombedarf einschätzen
Sie möchten wissen, wie viel Strom eine Wärmepumpe in Ihrem Haus voraussichtlich benötigt? SVO berät Sie individuell und prüft die Voraussetzungen auch vor Ort. So lassen sich Anlage, Heizflächen und Stromversorgung gemeinsam planen.
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